- Felix Hoffmann

- 3. Aug.
- 2 Min. Lesezeit

Unserem Mitglied Justin Weidemann, der inzwischen für Mülheim in der Regionalliga spielt, hat auf unserer Anlage einen neuen Platzrekord aufgestellt: Mit einer 65er-Runde beziehungsweise sieben Schlägen unter Par setzte der mehrmalige Clubmeister eine neue Bestmarke und schrieb damit ein Stück Clubgeschichte.
Dass dieser Rekord nicht aus heiterem Himmel kam, macht ein Blick auf die vergangenen Monate deutlich. Weidemann spielt eine starke Saison. Nach zwei Jahren in Essen wechselte er nach Mülheim, auch, um Golf wieder etwas lockerer und mit mehr Freude zu spielen – ein Schritt, der sich offenbar ausgezahlt hat. Die neue Umgebung, der ausgeprägtere Teamgedanke und der größere Spaß am Spiel hätten ihm spürbar geholfen, noch einmal einen Leistungssprung zu machen.
Und obwohl er heute für Mülheim abschlägt, ist die Verbindung zur Schwarzen Heide eng geblieben: Seine Eltern spielen hier, er selbst ist regelmäßig auf der Anlage und nimmt, wenn es zeitlich passt, auch an Turnieren im Club teil.

Der Platzrekord hatte sich fast schon angedeutet. Die bisherige Bestmarke von sechs unter Par war von einem Dortmunder während des Schniewind-Mannschaftspreises aufgestellt worden. Er selbst hatte diese Marke bereits im Vorjahr eingestellt und wenige Wochen vor dem Rekord noch einmal egalisiert. Für ihn war deshalb klar: Wenn die Form weiter so stabil bleibt, könnte die alte Bestmarke in dieser Saison noch fallen.
Genau so kam es dann. Im ersten Flight von "Time 4 Golf" spielte Weidemann mit seinem guten Freund Lukas Goriwoda – und erwischte einen Start, der eine exzellente Tagesform versprach. Zwei Birdies auf den ersten beiden Bahnen sorgten früh für Tempo auf der Scorekarte. Den eigentlichen Höhepunkt lieferte er dann an Bahn vier: Aus rund 120 Metern lochte er den zweiten Schlag direkt zum Eagle. Plötzlich stand er nach vier Bahnen bereits bei vier unter Par – ein Zwischenstand, der unweigerlich Platz für Träume ließ.
Zwar folgte an der sechsten Bahn ein Bogey, doch aus dem Rhythmus brachte ihn das nicht. Weidemann blieb konsequent, spielte den Platz klug und nutzte seine genaue Kenntnis der Anlage aus. Am Ende standen sechs Birdies, ein Eagle und nur ein Bogey auf seiner Karte – macht insgesamt sieben unter Par.
Der Turniersieg war damit zwar fast zwangsläufig verbunden, im Mittelpunkt stand für Weidemann aber etwas anderes: der Rekord selbst. Gerade weil er sich der Schwarzen Heide nach wie vor eng verbunden fühlt, hatte diese Runde für ihn eine besondere Bedeutung. Ein Platzrekord im eigenen Club, auf einem Platz, den man seit Jahren kennt und schätzt, zählt eben mehr als ein gewöhnlicher Erfolg in der Ergebnisliste.
Entsprechend groß war auch die Resonanz. Viele Glückwünsche von Freunden und Clubmitgliedern erreichten den neuen Rekordhalter nach seiner Runde. Für den GC Schwarze Heide Kirchhellen ist Weidemanns 65er-Runde ein sportliches Ausrufezeichen – und für Justin Weidemann der bislang schönste Beleg dafür, wie viel möglich ist, wenn Form, Selbstvertrauen und Vertrautheit mit einem Platz an einem Tag perfekt zusammenkommen.




